Umbau Einfamilienhaus Müller

Das Reihen-EFH Müller gehört zu einem Wohnquartier, das sich zwischen 1895-1910 entwickelt hat und zum Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz mit dem Erhaltungsziel A gehört. Das Haus selbst befindet sich im Verzeichnis der schützenswerten Kulturdenkmäler der Stadt Schaffhausen (VKD). Entsprechend war auch die Denkmalpflege als qualifizierte Begleitung in der Projektentwicklung involviert.

Auch wenn die Eingriffe klein und kaum der Rede Wert erscheinen, erweisen sich solche Bauaufgaben in diesem Umfeld von ISOS und Kulturdenkmal für die Bauherrschaften wie auch die Architekten als herausfordernd. Gerade auch weil es sich um ein Reiheneinfamilienhaus handelt, haben die Massnahmen Vorbildcharakter für das gesamte Quartier. Entsprechend war eine Studie notwendig, die die ganze Siedlung einbezieht. Ein Aufwand der durch die Bauherrschaft mitzutragen war. Die Studie kann nun als Grundlage für die Entwicklung der anderen Häuser genommen werden. Es ist damit ein beachtenswerter gesellschaftlicher Mehrwert aufgrund dieser Planung entstanden – auch wenn beim Haus selber ausser einem Dachfenster, einer Gaube und einer Pergola kaum eine Veränderung sichtbar ist. 

Verzicht zu üben und den Umbau trotzdem zu wagen, um die Bausubstanz für weitere Jahrzehnte zu bewahren, ist damit der Grundbeitrag der Bauherrschaft an die nachhaltige Entwicklung und Ziele eines Schaffhauser Hauses aus architektonischer wie ortsbaulicher Sicht.

In der Gesamtsicht erweist sich das Bauvorhaben als guter Beitrag, der die wesentlichen Ziele der Stärkung einer nachhaltigen Wirtschaft in der Region, Verlängerung von Wertschöpfungsketten durch Verwendung lokaler Baumaterialien erfüllt. Architektonische Qualität ist angestrebt worden.